07.03.2021

Über­ge­wicht ist ein Sicher­heits­ri­si­ko und kann teu­er werden

Gewichts­pro­ble­me haben nicht nur wir Menschen.  Wer glück­li­cher Besit­zer eines alten Füh­reschei­nes Klas­se 3 ist, kann wei­ter Wohn­mo­bi­le bis 7,5 Ton­nen fah­ren. Besit­zer eines B‑Führerscheines dür­fen hin­ge­gen Cam­per und Wohn­mo­bi­le bis 3,5 Ton­nen zuläs­si­gem Gesamt­ge­wicht len­ken, es sei denn sie haben einen Zusatz­füh­rer­schein C1 erworben. Die Gren­ze von 3,5 Ton­nen ist aber schnell erreicht. Dafür […]

Gewichts­pro­ble­me haben nicht nur wir Menschen. 

Wer glück­li­cher Besit­zer eines alten Füh­reschei­nes Klas­se 3 ist, kann wei­ter Wohn­mo­bi­le bis 7,5 Ton­nen fah­ren. Besit­zer eines B‑Führerscheines dür­fen hin­ge­gen Cam­per und Wohn­mo­bi­le bis 3,5 Ton­nen zuläs­si­gem Gesamt­ge­wicht len­ken, es sei denn sie haben einen Zusatz­füh­rer­schein C1 erworben.

Die Gren­ze von 3,5 Ton­nen ist aber schnell erreicht. Dafür spre­chen drei Gründe:

  1. Die Basis­fahr­zeu­ge wer­den tech­nisch bedingt immer  schwe­rer (Abgas­rei­ni­gung, Adblue-Tank, neue Assis­tenz­sys­te­me, All­rad­an­trieb, Luft­fe­de­rung u.a.m.)
  2. Die 5 Pro­zent Fer­ti­gungs­to­le­ranz der Her­stel­ler gehen zulas­ten der Kun­den, d.h. ein Wohn­mo­bil mit 2900 kg Leer­ge­wicht könn­te statt 600 kg Zula­dung bei maxi­ma­ler Tole­ranz­ab­wei­chung nach oben nur 455 kg zuladen.
  3. Die gestie­ge­nen Ansprü­che der Kun­den sind mit zusätz­li­chen Pfun­den ver­bun­den (TV mit SAT-Anla­ge, Mar­ki­se, Kli­ma­an­la­ge, Zusatz­bat­te­rien, Solar­zel­len, Cam­ping­mö­bel u.a.m.

Die Bus­gel­der in den ein­zel­nen Län­dern wei­chen erheb­lich von der doch kulan­ten Höhe in Deutsch­land ab. In Deutsch­land wird man bei 5% Gewichts­über­schrei­tung mit 10 € zur Kas­se gebe­ten, bei 30 % sind es 235 € plus ein Punkt in Flens­burg. Die Höchst­stra­fen in Frank­reich belau­fen sich auf maxi­mal 750 €, inden Nie­der­lan­den auf 850 €, in Öste­reich auf 2.180 €, in Ita­li­en auf 1.682 €, in Spa­ni­en auf 4.600 € und in Groß­bri­tan­ni­en sogar auf ca. 6.000 €.

Über­las­tung des Wohn­mo­bils ist ein Sicher­heits­ri­si­ko, denn die Brems­we­ge wer­den län­ger und in kri­ti­schen Situa­tio­nen ver­liert man schnel­ler die Kon­trol­le über das Fahr­zeug. Es ist somit sinn­voll, die Kon­trol­le des Gewich­tes und gege­be­nen­falls eine not­wen­di­ge „Diät“ bei der Zula­dung in die Vor­be­rei­tung des hof­fent­lich bald mög­li­chen Cam­ping­ur­lau­bes einzuplanen.

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